
Infrastruktur
Als Vorsteher des Ressorts Bau + Werke und Präsident der Betriebskommission der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Eich beschäftige ich mich intensiv mit der Entwicklung unserer kommunalen Infrastruktur. Namentlich die ARA konnte ich als Präsident der Betriebskommission in den vergangenen Jahren aktiv weiterentwickeln.
Sanierung ARA Eich
- Im Mai 2010 wurde klar, dass eine Sanierung der bestehenden Anlage nötig würde und Kanton und Bund die Vorschriften in Bezug auf Wasserqualität verschärfen würden. Entsprechend wurde die Betriebskommission aktiv:
- Mai 2010: Beauftragung einer Regionalstudie zur Klärung eines Anschlusses an die ARA Kloten, Dübendorf oder ggf. Zürich
- März 2021: Weisung des AWEL zu erhöhten Anforderungen zur Elimination von Mikroverunreinigungen
- März 2021: Beauftragung Ausbaustudie mit Horizont 2030/35
- 2013: Projektierungskredit zur Abwägung Variante Anschluss Werdhölzli (Zürich) via Glattalstollen und Ausbau ARA Bassersdorf mit zusätzlicher Reinigungsstufe
- 2014: Beschluss der Delegierten der ARA Bassersdorf zu Sanierung und Ausbau der ARA Bassersdorf
- März 2016: Spatenstich zum Bauprojekt
- Herbst 2018: Eröffnung neue ARA Bassersdorf
- Herbst 2020: Inbetriebnahme Solarfaltdach über Klärbecken
Der Ausbau der eigenen ARA war für die Gemeinden Bassersdorf, Lindau und Nürensdorf ein entscheidender Schritt, der verhindert hat, dass die Gemeinden eine Doppelbelastung hätten tragen müssen. Durch einen Anschluss an die Anlage Werdhölzli wären sowohl finanzielle Kosten und mit dem dennoch erforderlichen Becken auch Infrastrukturkosten zu tragen gewesen.
PV-Anlage auf ARA
Die ARA Eich benötigt seit Inbetriebnahme der Ozonisierungsanlage jedes Jahr rund 1,2 Mio. kWh Strom, um ihren Betrieb sicherzustellen. Davon wurden seit je rund 360′000 kWh durch ein Blockheizkraftwerk selbst produziert. Dieses wandelt Klärgas in Strom und Wärme um. Um einen weiteren Teil des Energiebedarfs ökologisch abzudecken, wurde eine faltbare Photovoltaikanlage über dem Klärbecken realisiert. Die Falttechnik ermöglicht die konsequente Doppelnutzung der Kläranlagebecken zur Solarstromproduktion. Durch die grossen, variierbaren Stützenabstände und die lichte Höhe von mehr als 4,30 m erlaubt das System die Solarstromproduktion über den Klärbecken, ohne die Primärnutzung und Bewirtschaftung der Infrastruktur zu beeinträchtigen. Durch die Einfahrmöglichkeit des Solar-Faltdachs ist der ungehinderte Zugang zu den Klärbecken jederzeit gewährleistet. Damit die Module vor starkem Wind, Schnee und Hagel sowie sonstigen Einwirkungen geschützt werden, sind die Bahnen automatisch gesteuert.
Infrastruktur - Dafür stehe ich:
- Gelingende Eigendeckung von 60% des Strombedarfs der ARA Eich durch CO2-neutral produzierte Energie
- Investition in erneuerbare Technologien rund um Infrastrukturprojekte
- Solide Vorbereitung und fachkompetente Projektierung schaffen effiziente Infrastrukturbauten