Die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die Steuervorlage SV17 am 9. Juni 2025 abgelehnt. Was bedeutet das für den Wirtschaftsstandort Zürich – und wie geht es weiter?
Am 9. Juni 2025 hat die Zürcher Stimmbevölkerung die SV17-Vorlage mit rund 52 % Nein-Stimmen abgelehnt. Ich bedaure dieses Resultat sehr. Die Vorlage hätte es ermöglicht, den kantonalen Gewinnsteuersatz von 7 % auf 6 % zu senken – ein wichtiges Signal für Unternehmen, Arbeitsplätze und Investitionen im Kanton Zürich.
Ich habe mich im Vorfeld der Abstimmung für ein Ja starkgemacht. Als Unternehmer und Kantonsrat weiss ich, wie entscheidend stabile und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort sind – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Dass sich Zürich im interkantonalen Steuervergleich auf einem der hintersten Ränge befindet, bereitet mir Sorgen. Viele Nachbarkantone haben längst reagiert. Zürich hingegen droht, den Anschluss zu verlieren.
Die Realität ist: Immer mehr Unternehmen – insbesondere etablierte, steuerstarke – verlassen den Kanton oder verlagern Tätigkeiten in steuerlich attraktivere Regionen. Damit gehen nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch wichtige Steuereinnahmen verloren. Ich bin überzeugt: Wir dürfen nicht warten, bis der Schaden irreparabel ist. Statt Unternehmen durch hohe Steuern zu bestrafen, braucht es gezielte Anreize und mehr wirtschaftliche Freiheit. SV17 wäre ein Schritt in die richtige Richtung gewesen – nicht nur steuerlich, sondern auch als Signal für eine weniger regulierende, unternehmerfreundlichere Politik.
Die Ablehnung der Vorlage bedeutet für mich keinen Schlussstrich, sondern einen klaren Auftrag: Jetzt braucht es neue, tragfähige Lösungen, um den Standort Zürich zukunftsfähig zu machen. Ich werde mich weiterhin mit voller Kraft dafür einsetzen – im Interesse unserer KMU, unserer Arbeitsplätze und eines gesunden Staatshaushalts.